Fachwirte sind kaufmännische Fach- und Führungskräfte innerhalb einer Branche. Sie verfügen über Berufserfahrung in ihrem Fachgebiet und vertiefte betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen bietet sich für Fachwirte die Chance, eine Führungsposition zu übernehmen.

Konkret handelt es sich beim Fachwirt um eine Aufstiegsfortbildung der Industrie- und Handelskammern (IHK) oder der Handwerkskammern (HWK). Die Weiterbildung zum Fachwirt ist branchenspezifisch. Der erlernte Ausbildungsberuf und die Berufspraxis bestimmen die Wahl der jeweiligen Fachwirt-Qualifizierung. In gewerblichen und handwerklichen Berufen kommt dieser Titel einer Meisterprüfung gleich.
In über 30 verschiedenen Fachrichtungen ist diese IHK-Weiterbildung möglich. So gibt es zum Beispiel den Bankfachwirt, den Immobilienfachwirt, den Veranstaltungsfachwirt oder den Versicherungsfachwirt.
Neben Kenntnissen in Volks- und Betriebswirtschaft, Personalwirtschaft, Verkauf, Management und Organisation sowie Marketing und Werbung werden in der Fachwirt-Ausbildung spezifische Inhalte der jeweiligen Branche vermittelt. So stehen bei einem Fitnessfachwirt beispielsweise auch sportmedizinische Grundlagen und Ernährungswissenschaft auf dem Lehrplan.
Technische Fachwirte kennen sich mit beidem aus: mit betriebswirtschaftlichen Abläufen ebenso wie mit den technischen Aspekten der Produktion oder Dienstleistung. Sie sind daher prädestiniert für Schnittstellenpositionen zwischen kaufmännischen und technischen Unternehmensbereichen. Mögliche Einsatzfelder sind beispielsweise die Materialwirtschaft und die Logistik, der Einkauf oder die Entwicklung und Konstruktion.